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Generalüberholte Geräte: Kosteneinsparungen und nachhaltiges Wirtschaften

Überholte Geräte: Kosteneinsparungen und nachhaltiges Wirtschaften

Was tun, wenn ein defekter Scanner sofort ersetzt werden muss, das bewährte Modell aber nirgendwo mehr erhältlich ist? Für viele Logistikunternehmen ist das kein theoretisches Problem. Chipknappheit, höhere Preise und das Verschwinden älterer Modelle machen den Umstieg auf neue Hardware immer kostspieliger. Überholte Handterminals, Barcode-Scanner und robuste Tablets bieten eine Alternative: Weiterarbeiten mit Geräten, die die Mitarbeiter bereits kennen und die mit der verwendeten Software und Infrastruktur kompatibel sind. Wouter Turpijn, Customer Solutions Architect bei Reverse IT, erklärt, wie diese Entscheidung die Kontinuität unterstützt und welche Abwägungen dabei erforderlich sind.

Mobile Geräte in Lagerhäusern haben in der Regel eine Lebensdauer von mehreren Jahren. Dennoch stellen die Hersteller im Laufe der Zeit die Produktion und den Support für ein Modell ein. Wer seinen Gerätebestand erweitern möchte oder ein defektes Gerät ersetzen muss, erhält dann schnell den Rat, vollständig auf das neueste Modell umzusteigen.

Reverse IT kauft gebrauchte Unternehmenshardware von Organisationen zurück, die auf neue Geräte umsteigen. Diese Geräte werden aufgearbeitet und Unternehmen zur Verfügung gestellt, die ihren bestehenden Bestand länger nutzen möchten. "Die Software läuft darauf, das gesamte Zubehör ist vorhanden und die Mitarbeiter sind damit vertraut. Oft sind sie darüber sehr erfreut. "Neue Ladegeräte, Anpassungen an der Infrastruktur und umfangreiche Tests mit Unternehmensanwendungen sind dadurch nicht erforderlich", erklärt Turpijn. "Außerdem führt die Wiederverwendung zu weniger Elektronikschrott und trägt zu einer kreislauforientierten und nachhaltigeren Unternehmensführung bei."

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Gründliche Überprüfung

„Refurbished“ ist nicht dasselbe wie „gebraucht“. Im Rahmen der „Certified Selection“ von Reverse IT wird jedes Gerät gereinigt, technisch überprüft und auf seine Funktionsfähigkeit getestet. Defekte Teile werden bei Bedarf ausgetauscht, alte Daten werden gelöscht und das Gerät erhält eine stabile Softwareinstallation.

Auch die Batterie verdient Beachtung. Reverse IT verfügt über eine Software, mit der sich der Zustand und die geschätzte verbleibende Lebensdauer ablesen lassen. "So können wir ermitteln, wie viele neue Batterien ein Unternehmen tatsächlich benötigt", erklärt Turpijn. Auch Ersatzbatterien für ältere Modelle sind erhältlich.

Jedes „Certified Selection“-Gerät verfügt über eine Standardgarantie von 180 Tagen, die auf maximal drei Jahre verlängert werden kann. Technischer Support, Reparaturen, Mobile Device Management und Lebenszyklusmanagement können die Nutzungsdauer noch weiter verlängern.

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Versteckte Einsparung

Laut Reverse IT kann generalüberholte Hardware bis zu 60 Prozent günstiger sein als neue Geräte. Die tatsächlichen Einsparungen gehen jedoch noch weiter. Ein Unternehmen kann vorhandene Ladegeräte und Zubehör weiterhin nutzen, während Software-Images und Anwendungen nicht erneut angepasst und getestet werden müssen. Zudem kann die Geräteflotte schrittweise erneuert werden, sodass nicht alle Investitionen gleichzeitig anfallen.

Bei der Kalkulation geht es daher um die Gesamtbetriebskosten. Ein günstiges Gerät, das häufiger ausfällt, nur eingeschränkt unterstützt wird oder Anpassungen erfordert, kann unter dem Strich sogar teurer sein. Das gilt laut Turpijn vor allem für manche B-Marken. Er weist auf mögliche Einschränkungen hinsichtlich Zertifizierung, Kompatibilität, Ersatzteilen und Software-Support hin. ""Billig ist teuer‘ trifft in dieser Branche sehr gut zu“, sagt er.

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Sichere Untergrenze

Es gibt jedoch eine Grenze dafür, wie lange man mit generalüberholten Geräten weiterarbeiten kann. Ältere Android-Versionen erhalten irgendwann keine Sicherheitsupdates mehr. Unternehmen mit strengen Anforderungen an die Informationssicherheit müssen daher im Voraus festlegen, wie lange ein Modell noch unterstützt wird. "Es hängt davon ab, wie weit man zurückgeht und was man derzeit nutzt", betont Turpijn. Manchmal reicht das vorletzte Modell aus, in anderen Situationen ist neue Hardware die sinnvollste Wahl.

Reverse IT wurde kürzlich von TRG Solutions übernommen.

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