Täglich fahren Lkw rückwärts an Laderampen heran, um Waren zu be- und entladen. Ein Routinevorgang, der jedoch nicht ohne Risiken ist. Ein Lkw, der sich während des Ladevorgangs unerwartet bewegt oder zu früh losfährt, kann schwerwiegende Folgen für Mitarbeiter, Ausrüstung und Waren haben. Das Brüsseler Unternehmen TECSI beschäftigt sich bereits seit vier Jahrzehnten mit Lösungen, die die Arbeit an Laderampen sicherer und effizienter machen.
TECSI entwickelt, produziert und installiert eine breite Palette an Verladeanlagen. Das Sortiment reicht von Radblockierungen und Verladebrücken bis hin zu Radführungen, Stoßfängern, Dock-Sheltern, Beschilderungen und anderen Sicherheitseinrichtungen. Dabei betrachtet das Unternehmen nicht ausschließlich einzelne Produkte. Auch Risikoanalysen des gesamten Kaibereichs gehören zu den Aktivitäten, damit die Sicherheitsvorrichtungen aufeinander abgestimmt werden können.

Eine der neuesten Lösungen ist das KING470, ein vollautomatisches System, das verhindert, dass ein Lkw ungewollt von der Laderampe wegfahren kann. Das System verdankt seinen Namen der Blockierhöhe von 470 Millimetern. Nach dem Positionieren des LKWs wird das Rad automatisch erkannt und blockiert. Dadurch ist der Mitarbeiter im Lager nicht auf den Fahrer angewiesen, um einen Radkeil korrekt zu platzieren. Der KING470 ist zudem so konstruiert, dass er einer sehr hohen horizontalen Kraft standhält, und erfüllt damit die Anforderungen der FEM-Klasse 3 bei weitem. Bei hohen Radblockierungen besteht normalerweise die Gefahr, dass die Kotflügel von Lkw beschädigt werden. TECSI hat hierfür das zum Patent angemeldete ‘TOUCH & BLOCK’-Prinzip entwickelt. Die Blockierung positioniert sich behutsam zwischen dem Rad und einem eventuellen Kotflügel, woraufhin das Fahrzeug sicher gesichert wird.
Auch die Kommunikation spielt eine wichtige Rolle. LED-Anzeigen am System machen dem Fahrer deutlich, wann der Lkw blockiert ist und wann er wieder sicher losfahren kann. Für die Mitarbeiter im Innenbereich kann die Radblockierung beispielsweise mit dem Sektionaltor und der Laderampe verknüpft werden. So entsteht eine kontrollierte Abfolge von Arbeitsschritten, wodurch das Risiko menschlicher Fehler verringert wird.

TECSI verfügt über eine Werkstatt mit einer Fläche von mehr als 5.000 Quadratmetern und führt einen Großteil der Produktion selbst durch. Metallbearbeitung und elektrohydraulische Fertigung werden mit dem Bau von elektrischen Schaltschränken, der SPS-Programmierung und der Montage von Hydraulikaggregaten kombiniert. Dadurch ist das Unternehmen in der Lage, Lösungen an die spezifischen Anforderungen der Kunden anzupassen.
Neben automatischen Systemen produziert TECSI auch weiterhin einfachere Lösungen. Die MAX-Serie umfasst beispielsweise manuell zu platzierende Radkeile, bei denen je nach Ausführung Erkennung, Signalisierung und Verriegelung möglich sind. So lässt sich das Sicherheitsniveau an die jeweilige Situation und das verfügbare Budget anpassen.

Der gleiche Grundsatz gilt auch für die übrige Ausrüstung der Laderampen. TECSI liefert unter anderem robuste Überladebrücken, Radführungen und Stoßfänger, die sowohl das Gebäude als auch den Lkw vor den Kräften schützen, die täglich beim Andocken entstehen. Daher dreht sich die Sicherheit an der Laderampe laut TECSI nicht um ein einzelnes Produkt, sondern um die Kombination aus Technik, klarer Kommunikation und Kontrolle über den gesamten Be- und Entladevorgang.