Brettspielverlag wächst in die Höhe
999 Games ist auf dem Vormarsch. Der größte Brettspielverlag der Niederlande wächst jährlich um durchschnittlich 10 Prozent. Dieses Wachstum erfordert Platz, Lagerkapazität und eine logistische Infrastruktur, die Spitzenauslastungen auffangen kann. Diesen Platz fand das Unternehmen in einem neuen, zukunftssicheren Gebäude in Almere, das 2024 in Betrieb genommen wurde. Für die Lagereinrichtung und den innerbetrieblichen Transport entschied sich 999 Games erneut für Motrac und die Stapler von Linde.

Von Almere aus beliefert 999 Games Kunden in den gesamten Niederlanden und in Flandern. Dabei handelt es sich vor allem um B2B-Kunden, von der Bruna-Filiale um die Ecke bis hin zu großen Akteuren wie bol.com. Darüber hinaus beliefert das Unternehmen seit fünf Jahren auch Endverbraucher direkt. Logistikmanager Alwin Dietrich sah die Notwendigkeit eines neuen Standorts schon seit längerem kommen. “Wir waren wirklich aus unseren Räumlichkeiten herausgewachsen. Die Kombination aus Wachstum, saisonalen Spitzen und Marktbedingungen führte dazu, dass der Platz in unserem bisherigen Gebäude einfach nicht mehr ausreichte.”
Diese Marktbedingungen spielen eine wichtige Rolle. Aufgrund höherer Rohstoffpreise, Preisschwankungen und langer Lieferzeiten hält 999 Games strategisch größere Lagerbestände vor. “Es kann vorteilhafter sein, in großen Mengen einzukaufen. Aber dann müssen wir diese Lagerbestände natürlich auch irgendwo unterbringen können”, sagt Dietrich. Vor allem in den letzten vier Monaten des Jahres ist die Verfügbarkeit entscheidend. Dann wickelt 999 Games etwa 80 Prozent des Jahresumsatzes ab und bearbeitet das Unternehmen bis zu 1.000 B2C-Bestellungen pro Tag. “Wenn wir eine Bestellung ablehnen müssen, wechselt der Kunde zu einem anderen Anbieter.”

Das neue Lager verfügt über 10.000 Palettenstellplätze, fast dreimal so viele wie das vorherige Lager. 999 Games geht dabei buchstäblich in die Höhe. Während Paletten zuvor bis zu etwa acht Meter hoch gelagert wurden, befindet sich der oberste Träger nun auf über 13 Metern. Pro Regalblock ergeben sich dadurch neun zusätzliche Palettenstellplätze.
Bei der Einrichtung vertraute 999 Games erneut auf Motrac. “Sie sind bereits seit zwanzig Jahren unser bevorzugter Lieferant. Wir haben mehrere Anbieter angesprochen, sowohl für die Regale als auch für die Stapler, und sind erneut bei Motrac gelandet. Unter anderem, weil sie alles aus einer Hand anbieten”, sagt Dietrich. Auch die Erfahrungen mit Linde spielten eine Rolle. “Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach gut.”
Mindestens ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit. Dietrich nennt den Service, den Kundendienst und den festen Servicetechniker als ausschlaggebend. “Letztendlich sind es doch die Menschen, die den Unterschied ausmachen. Motrac ist bodenständig und handelt ehrlich. Sie halten, was sie versprechen.”
Auf Empfehlung von Motrac hat man sich für eine hybride Lagerlösung entschieden. Eine Halle ist für den konventionellen Einsatz von Schubmaststaplern eingerichtet, die zweite Halle verfügt über schmale Gänge. So wird der verfügbare Platz optimal genutzt. Die Träger sind verstärkt ausgeführt, sodass Paletten mit einem Gewicht von bis zu 650 Kilogramm sicher gelagert werden können. Das verschafft 999 Games mehr Flexibilität bei der Platzzuweisung, auch in größeren Höhen.
Das Gesamtpaket umfasst Regale, einen Linde K-Kombistapler, zwei Linde R20-Schubmaststapler, drei T20 SF-Elektro-Standhubwagen und einen E15-Elektrostapler. Für einen sicheren Einsatz sind die Schubmaststapler mit Regalschutzsensoren und Kameras ausgestattet. Auch BlueSpot-Sicherheitsleuchten sind vorhanden.

Eingehende Waren werden gescannt, geprüft, etikettiert und mit dem Kombistapler oder dem Schubmaststapler eingelagert. Bestellungen werden von den Lagerflächen mit kompakten Palettenhubwagen kommissioniert. B2C-Bestellungen werden mit einem Pick-to-Light-Wagen direkt in Versandkartons zusammengestellt. Anschließend verschließt eine automatische Verpackungsstraße die Kartons und versieht sie mit einem Versandetikett.
“Wir sind sehr zufrieden mit der gelieferten Lösung”, fasst Dietrich zusammen. “Und bestens für die Zukunft gerüstet.”