Nicht alle sich wiederholenden Aufgaben müssen von Menschen erledigt werden
Personalmangel, steigende Kosten und der Bedarf an mehr Flexibilität zwingen Unternehmen dazu, ihre Logistikprozesse kritisch unter die Lupe zu nehmen. Gleichzeitig steht die Sicherheit am Arbeitsplatz höher auf der Tagesordnung als je zuvor. Für viele produzierende Unternehmen und Distributionszentren liegt die Lösung näher als gedacht. Mit autonomen mobilen Robotern (AMRs) hilft Gobotty aus Hendrik-Ido-Ambacht Unternehmen dabei, den innerbetrieblichen Transport sicherer und effizienter zu gestalten.
“Im Grunde übernehmen wir alle sich wiederholenden Transportvorgänge”, erklärt Arie Verhoeven, Gründer von Gobotty. “Ob Paletten, Kartons, Stückgut oder Wagen: Unsere Roboter befördern sie völlig autonom von A nach B.”

Die Technologie hinter den AMRs basiert auf mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Steuerungstechnik. “Die Roboter bewegen sich selbstständig durch bestehende Betriebsumgebungen, ohne dass Markierungen, Reflektoren oder Führungsbahnen erforderlich sind”, erklärt Verhoeven. “Mithilfe von LiDAR-Sensoren und intelligenter Software erstellen sie eine digitale Karte ihrer Umgebung und navigieren sicher zwischen Menschen, Maschinen und anderen Fahrzeugen.”
Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter stellt laut Verhoeven ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal dar. “Unsere Roboter entsprechen den geltenden europäischen Sicherheitsrichtlinien und können sicher in einer Umgebung arbeiten, in der auch Menschen tätig sind. Wenn sie einen Mitarbeiter oder ein Hindernis erkennen, passen sie ihre Geschwindigkeit sofort an oder halten bei Bedarf vollständig an. Letztendlich wollen wir, dass jeder am Ende des Arbeitstages sicher nach Hause kommt.”

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. In der Fertigungsindustrie übernehmen die Roboter die Zu- und Abfuhr von Materialien an Produktionslinien und Maschinen. In Lagern ersetzen sie Gabelstapler und elektrische Hubwagen bei routinemäßigen Transportaufgaben. Auch im Gewächshausanbau bewähren sie sich. Dort transportieren unsere Roboter autonom Deense- und CC-Wagen zwischen verschiedenen Standorten, ohne dass dafür Personal benötigt wird”, erklärt Verhoeven.
Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität von AMRs. “Feste Transportsysteme wie Rollenbahnen lassen sich oft nur schwer anpassen”, stellt Verhoeven zu Recht fest. ”Unsere AMRs hingegen passen sich problemlos an veränderte Produktionsprozesse an. Unternehmen wollen immer flexibler produzieren. Wenn sich ein Prozess ändert, müssen wir oft nur eine kleine Anpassung an der Software vornehmen.“
Darüber hinaus verfügen die Systeme über künstliche Intelligenz. Die Roboter lernen aus ihren eigenen Bewegungen und optimieren kontinuierlich ihre Routen. Außerdem können mehrere Roboter zusammenarbeiten und untereinander entscheiden, welche Maschine einen Auftrag am schnellsten ausführen kann.

Um die Einstiegshürde für Kunden so gering wie möglich zu halten, setzt Gobotty bewusst auf ein Mietmodell. “Kunden zahlen einen festen monatlichen Betrag, in dem alles enthalten ist: der Roboter, die Installation, die Wartung, der Service und eventuelle Anpassungen an der Infrastruktur. Große Vorabinvestitionen sind daher nicht erforderlich.”
“Viele Unternehmen sind neugierig, finden den Schritt zur Automatisierung aber beängstigend”, bemerkt Verhoeven. “Deshalb sagen wir: Probieren Sie es einfach aus. Wir setzen zwei Wochen lang einen Roboter im Prozess des Kunden ein. Wenn es gut funktioniert, lassen wir ihn dort. Wenn es nicht funktioniert, holen wir ihn wieder ab.”
Mit diesem zugänglichen Ansatz möchte Gobotty in den kommenden Jahren immer mehr Unternehmen mit autonomer Logistik vertraut machen. Das Ziel ist klar: Überall dort, wo heute noch ein Elektrozugfahrzeug oder ein Gabelstapler im Einsatz ist, sollen künftig die auffälligen roten Gobotty-Roboter ihre Arbeit verrichten.