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‘Manchmal lautet unser Rat: Automatisieren Sie dies vorerst noch nicht.’
Eine typische (modulare) End-of-Line-Lösung

‘Manchmal lautet unser Rat: Automatisieren Sie das vorerst noch nicht.’

Mit der Logistik und den Kunden mitwachsen

Die Automatisierung muss nicht auf einen Schlag erfolgen. ARCO Solutions setzt zunehmend auf modulare Systeme, Datenanalyse und Lösungen, die mit den Kunden mitwachsen können. KI hilft dabei, schneller die richtigen Entscheidungen zu treffen. “Manchmal lautet unser Rat sogar: Automatisieren Sie das vorerst noch nicht”, sagt Vertriebsleiter Bjorn Hutgens.

Vor einem Jahr berichtete ARCO in der Zeitschrift „Warehouse & Logistiek“ über den Wandel vom Maschinenbauer zum softwaregesteuerten Systemintegrator. Dieser Kurs wird nach wie vor verfolgt, nimmt aber mittlerweile immer konkretere Formen an. So setzt das Unternehmen aus Limburg ausdrücklich auf modulare Lösungen, die sowohl auf der Hardware- als auch auf der Softwareseite erweitert werden können.

“Dieser modulare Ansatz gewinnt zunehmend an Bedeutung”, erklärt Marketingmanager Sander Nijssen. “Wir bauen mit Komponenten, die wir auf verschiedene Weise einsetzen können. Dadurch kann man beim Kunden eine Lösung implementieren, die effizient ist, sich aber später auch relativ einfach skalieren lässt.”

Erst verstehen, dann automatisieren

Dabei beginnt ein Projekt immer häufiger mit Daten statt mit Technik. Mit der firmeneigenen Synthesize-Plattform kann ARCO Prozesse analysieren und aufzeigen, wo Engpässe entstehen. Laut Hutgens verändert dies auch die Art und Weise, wie Kunden beraten werden. “Wir möchten so früh wie möglich mit am Tisch sitzen und auf der Grundlage von Daten prüfen: Was passiert, wenn man auf die gleiche Weise weiterwächst? Wo steht man dann in fünf Jahren?”

KI beschleunigt diese Analysen. Große Datenmengen lassen sich schneller auswerten und in Dashboards sowie mögliche Szenarien umsetzen. Hutgens warnt jedoch vor Technologie um der Technologie willen. “Die Kunst der KI liegt nicht nur im Ergebnis. Man muss verstehen, was dabei herauskommt, überprüfen können, ob es stimmt, und dann etwas damit anfangen.” Diese Nüchternheit gilt auch für die Automatisierung selbst. ARCO entscheidet sich nicht automatisch für die Lösung mit dem höchsten technischen Aufwand. “Wir führen eine Datenanalyse durch und geben anschließend eine ehrliche Empfehlung ab”, sagt Hutgens. “Das kann auch bedeuten, dass ein anderer Anbieter eine bessere Lösung hat oder dass die Einsparungen so gering sind, dass eine Automatisierung zu diesem Zeitpunkt wenig Sinn macht.”

‘Manchmal lautet unser Rat: Automatisieren Sie das vorerst noch nicht.’ 1
ARCO entscheidet sich nicht automatisch für die technisch anspruchsvollste Lösung.

Schritt für Schritt wachsen

Gerade diese Abwägung gewinnt an Bedeutung, da Unternehmen nun vor großen Investitionsentscheidungen stehen. Nijssen beobachtet, dass Kunden lieber schrittweise automatisieren. Eine erste Investition muss sich sofort auszahlen, gleichzeitig aber Raum für den nächsten Schritt lassen. “Automatisierung ist nicht immer automatisch der beste erste Schritt. Manchmal kann es sinnvoller sein, bestimmte Prozesse vorläufig mit Mitarbeitern durchzuführen, während man die Umgebung bereits so gestaltet, dass man in ein, zwei oder drei Jahren problemlos skalieren kann.”

Das entspricht dem Wunsch von ARCO, nicht nur eine Anlage zu liefern, sondern auch nach der ersten Übergabe weiterhin involviert zu bleiben. Nicht nur, um Systeme zu warten, sondern vor allem, um gemeinsam zu prüfen, wie sich ein Betrieb weiterentwickeln kann. “Eine logistische Umgebung steht niemals still”, sagt Hutgens. “Volumen ändern sich, Prozesse ändern sich und neue Technologien werden verfügbar. Deshalb betrachten wir eine Anlage nicht als Endpunkt, sondern als Grundlage, auf der wir gemeinsam mit dem Kunden weiter aufbauen können.”

Über die Grenze

Dieses Wachstum könnte sich möglicherweise auch geografisch ausweiten. ARCO richtet dabei den Blick auf Flandern und das deutsche Ruhrgebiet. Nijssen: “Wir sehen dort Unternehmen mit ähnlichen Herausforderungen in Bezug auf Kapazität, Skalierbarkeit und Effizienz. Das macht es für uns zu einem interessanten Markt, den wir im Auge behalten und Schritt für Schritt weiter erkunden wollen. Wir haben keine festgelegte internationale Wachstumsstrategie, sondern möchten vor allem auf der Grundlage bestehender Beziehungen, Projekte und Marktchancen unsere geografische Präsenz auf natürliche Weise weiter ausbauen.” Hutgens: “Die Strategie trägt bereits erste Früchte. Wir befinden uns selbst noch mitten in einer Transformation, aber das Ziel am Horizont bleibt unverändert. Letztendlich wollen wir von unserer Region aus wie ein Ölfleck weiterwachsen, gemeinsam mit unseren Partnern.”

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