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Hafen von Antwerpen-Brügge fördert nachhaltige Hafenentwicklung in Brügge
PoAB sucht Konzessionäre mit Projekten für sechs verfügbare Standorte am Baudouin-Kanal und Innenhafen von Brügge.

Hafen Antwerpen-Brügge fördert die nachhaltige Hafenentwicklung in Brügge

Marktübersicht Konzessionen Baudouin-Kanal und Innenhafen von Brügge

Der Innenhafen von Brügge und der Baudouin-Kanal stehen im Mittelpunkt des Interesses. Mit einer neuen Ausschreibung möchte der Hafen Antwerpen-Brügge sechs strategisch günstig gelegene Standorte an Unternehmen vergeben, die in Logistik und hafenbezogene Aktivitäten investieren möchten. Die Ausschreibung, die Ende März 2026 gestartet wurde und am 22. Mai nächsten Jahres ausläuft, ist Teil eines umfassenderen Ziels, dieses Gebiet zu einem ergänzenden Logistikzentrum neben dem Seehafen von Zeebrugge weiterzuentwickeln.

“Mit dieser Marktstudie richten wir uns bewusst an Unternehmen, die ihre Logistikaktivitäten in einem Hafenumfeld verankern wollen”, sagt Ties Vanthillo, Invest Business Developer bei Port of Antwerp-Bruges. “Wir sehen, dass die Nachfrage nach gut gelegenen Standorten in der Region Brügge weiter wächst.”

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Diese Projekte sollen zur nachhaltigen Entwicklung und Stärkung der Hafenplattform beitragen.

Binnenhafen als logistische Verbindung

Die Trumpfkarte des Gebiets liegt in seinem multimodalen Charakter. Während sich Zeebrugge mit Tiefseeterminals und einer starken Position im RoRo- und Automobilbereich profiliert, bildet der Baudouin-Kanal die Verbindung zum Hinterland. Mit einem Tiefgang von acht Metern und drei Docks bietet der Kanal Platz sowohl für Binnen- als auch für kleinere Seeschiffe.

Vanthillo erklärt: “Heute sind bereits rund ein Dutzend Terminals aktiv, die auf den wasserseitigen Umschlag ausgerichtet sind. Diese Tätigkeit nimmt eindeutig zu: Mit einem jährlichen Umschlag von etwa 2,2 Millionen Tonnen - von Baustoffen bis hin zu trockenem und flüssigem Schüttgut - wächst die Bedeutung dieses Gebiets als Logistikdrehscheibe. Gleichzeitig gibt es Raum für zusätzliche Aktivitäten. Wir wollen uns zu einem Mix aus Umschlag, Lagerung und logistischer Abwicklung entwickeln. Lagerhäuser und leichtindustrielle Tätigkeiten können hier perfekt mit den bestehenden Hafenaktivitäten koexistieren.”

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Der Schwerpunkt liegt auf der Lage der Standorte am Wasser.

Konzessionsmodell senkt Schwelle

Ein Schlüsselelement der Marktuntersuchung ist das Konzessionsmodell. “Anstatt Land zu kaufen, erhalten die Unternehmen gegen eine jährliche Gebühr ein langfristiges Recht zur Entwicklung ihrer Aktivitäten”, bestätigt Vanthillo. “Das bietet den Unternehmen zusätzliche Flexibilität. Bei der Konzessionsgebühr handelt es sich um Betriebskosten, nicht um eine hohe Anfangsinvestition. So können die Unternehmen ihr Kapital für ihr Kerngeschäft einsetzen.”

“Außerdem profitieren die Konzessionäre von der bestehenden Hafeninfrastruktur und den Verbindungen innerhalb des Netzes des Hafens Antwerpen-Brügge. Das macht es einfacher, Logistikketten effizient zu organisieren und kommerziell zu expandieren.”

Sechs Standorte mit verschiedenen Möglichkeiten

Die Marktübersicht umfasst sechs Grundstücke mit einer Fläche von über 10,5 Hektar, die sich entlang des Baudouin-Kanals und des Nijverheidsdok verteilen. Einige Grundstücke sind baureif, andere verfügen bereits über bestehende Infrastrukturen wie Lagerhäuser oder Silos.

Vanthillo: “Vom Hafen Antwerpen-Brügge aus wollen wir durch Kofinanzierung in zusätzliche Infrastruktur, wie Kaimauern, investieren. Auf diese Weise senken wir als Hafenbehörde die Eintrittsschwelle für Unternehmen, die in wassergebundene Logistik investieren wollen. Außerdem sind wir nicht auf der Suche nach Standard-Infill, sondern nach Projekten, die einen klaren Mehrwert für die Hafenplattform bieten und zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung beitragen.”

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Die Marktstudie umfasst sechs Standorte mit einer Fläche von über 10,5 Hektar, die sich entlang des Baudouin-Kanals und des Industriehafens verteilen.

Fokus auf regionale Verankerung

Obwohl der Aufruf für eine Vielzahl von Akteuren offen ist, liegt der Schwerpunkt ausdrücklich auf Unternehmen mit regionaler Verankerung. Eine wichtige Zielgruppe sind westflämische Unternehmen, die ihre Logistikaktivitäten ausbauen oder optimieren wollen.

“Lokale Unternehmen kennen die Region und haben oft schon eine starke operative Basis”, sagt Vanthillo. “Indem wir ihnen Möglichkeiten im Hafenumfeld bieten, stärken wir nicht nur ihr Wachstum, sondern auch das breitere wirtschaftliche Ökosystem.”

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