Technologie spielt in Lagern und Logistikprozessen eine immer größere Rolle. Die Automatisierung nimmt zu, fahrerlose Transportfahrzeuge (AGVs) und autonome mobile Roboter (AMRs) bewegen sich zwischen den Mitarbeitern, und die Warenströme werden immer schneller. Dadurch können neue Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz entstehen. “Sicherheit muss heute über die gesamte Arbeitsumgebung hinweg betrachtet werden. Es reicht nicht mehr aus, einzelne Bereiche abzusichern”, sagt Sigrid Herbosch von Troax.
Daten, Automatisierung und Robotik haben große Auswirkungen auf die Logistik: Sie steigern die Effizienz, beschleunigen die Warenabwicklung, bringen aber gleichzeitig neue Herausforderungen für die Sicherheit mit sich. “Viele Lager sind zu intelligenten Technologieumgebungen geworden”, erklärt Herbosch. “Durch diese Entwicklung ändert sich auch im Bereich der Sicherheit einiges, da Menschen immer häufiger mit hohen Geschwindigkeiten und fahrenden Fahrzeugen in Berührung kommen.”
Gerade die Stellen, an denen verschiedene Bewegungsströme aufeinandertreffen, sind ihrer Meinung nach entscheidend. Man denke dabei an Kreuzungen, an denen Fußgänger, manuelle Gabelstapler und fahrerlose Transportfahrzeuge (AGVs) aufeinander treffen, oder an enge Lagergänge, in denen die Sicht eingeschränkt ist. “Früher wurde das Thema Sicherheit oft lokal angegangen: Eine Maschine wurde mit einem Sicherheitsgitter versehen, Palettenregale erhielten Durchsturzsicherungen und die Verkehrsströme wurden standortbezogen geregelt. Doch mittlerweile werden all diese Bereiche durch fahrerlose Transportfahrzeuge (AGVs) und Automatisierung miteinander verbunden. Man muss also das Gesamtbild betrachten und ein Gesamtkonzept erarbeiten, bei dem Sicherheit von Anfang an ein fester Bestandteil ist”, so Herbosch.
Troax ist seit Jahren für seine Sicherheitszäune und Gitterwände bekannt und positioniert sich heute als Partner für ganzheitliche Sicherheitskonzepte. Das Unternehmen wird möglichst frühzeitig in die Einrichtung oder Umgestaltung eines Lagers einbezogen. “Anhand einer Risikoanalyse wird geprüft, wo sich Mitarbeiter, Maschinen und Fahrzeuge kreuzen und welche Kombination von Maßnahmen erforderlich ist. Das kann nach wie vor klassischer physischer Schutz sein: Sicherheitszäune, Perimeterabsperrungen oder Absturzsicherungen. In dynamischen Bereichen sind jedoch zusätzliche Lösungen erforderlich”, weiß Herbosch.

Eine typische Risikosituation ist ein toter Winkel. Auf der einen Seite nähert sich ein Gabelstapler, während auf der anderen Seite ein Fußgänger auftaucht. “Hier kommt unser Active-Safety-Sortiment ins Spiel: technologische Systeme, die Risiken in Echtzeit erkennen und die Nutzer warnen. Dazu gehören beispielsweise Projektoren, die Piktogramme oder einen Zebrastreifen auf den Boden projizieren, oder Tags an Personen und Fahrzeugen, die Licht-, Ton- oder Vibrationssignale aussenden. Solche Lösungen antizipieren Gefahren und helfen, Risiken zu vermeiden, noch bevor etwas passiert”, erklärt Herbosch.
Aktive Sicherheit kommt also dort zum Einsatz, wo die Perimetersicherung an ihre Grenzen stößt. In einem schmalen Durchgang kann beispielsweise ein sich nähernder Gabelstapler automatisch abgebremst werden, während ein physischer Durchgang vorübergehend gesperrt wird. Sobald das Fahrzeug vorbeigefahren ist, kann ein projizierter Zebrastreifen anzeigen, dass Fußgänger sicher überqueren können. “Sobald Bewegung ins Spiel kommt, benötigt man oft andere Mittel als die klassische Sicherheit. Physische und technologische Lösungen arbeiten in solchen Fällen perfekt zusammen, um die Sicherheit zu fördern.”
Neben der Prävention spielt auch der Schutz bei einem tatsächlichen Aufprall eine wichtige Rolle. Zu diesem Zweck setzt Troax unter anderem flexible Anfahrschutzvorrichtungen ein. Herbosch: “Eine flexible Polymerbarriere hat gegenüber einem herkömmlichen Stahlschutz mehrere Vorteile. Es entstehen weniger Schäden am Fahrzeug, weniger Schäden am Boden und auch weniger Schäden an der Barriere selbst. Die Aufprallenergie wird absorbiert, wodurch sich die Barriere nach dem Aufprall weitgehend zurückfedern kann. Eine Stahlbarriere wird leichter beschädigt und muss schneller ersetzt werden.”
Troax entwickelt zudem modulare Lösungen, damit sich die Sicherheit in einer logistischen Umgebung an neue Maschinen, zusätzliche Automatisierung oder veränderte Warenflüsse anpassen kann. “Kein Bereich bleibt zehn Jahre lang unverändert”, erklärt Herbosch. “Die Entscheidung für modulare Lösungen bedeutet daher eine Investition in Zukunftssicherheit. Wenn eine Erweiterung erforderlich ist, fügt man einfach Paneele oder ein zusätzliches Barrierenelement hinzu.” Auch nach einem Schaden muss daher nicht unbedingt ein komplettes System ausgetauscht werden. Es kann lediglich das beschädigte Teil erneuert werden.
Natürlich bleibt das Budget ein wichtiger Faktor bei den Entscheidungen, die Unternehmen treffen. Doch laut Troax sollten Unternehmen über die Kosten der Anfangsinvestition hinausblicken. “Man muss auch die indirekten Kosten berücksichtigen: Ausfallzeiten nach einem Vorfall, Schäden durch Zusammenstöße, beschädigte Waren oder verletzte Personen. Dann erscheint das Budget für Sicherheit in einem ganz anderen Licht”, schließt Herbosch.
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