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‘Gemeinsam mehr Wert in der Versorgungskette schaffen’
Die Automatisierungsmaßnahmen bei Mediq hatten zum Ziel, ein größeres Volumen zu bewältigen, als dies manuell möglich wäre, und die Kunden noch gezielter zu bedienen.

‘Gemeinsam mehr Wert in der Versorgungskette schaffen’

Die Vielfalt der Aufträge innerhalb der Mediq-Kette erfordert eine intelligente und effiziente Logistik. Dabei spielt die Automatisierung eine wichtige Rolle. Die Zusammenarbeit zwischen Mediq und KNAPP im Distributionszentrum in Bleiswijk ermöglicht es dem Anbieter von Medizinprodukten und damit verbundenen Dienstleistungen, beispielsweise Lieferungen bis auf Bewohner- oder Stationsebene innerhalb von Pflegeeinrichtungen abzuwickeln. Gleichzeitig versorgt Mediq Patienten mit Lieferungen nach Hause.

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Mediq hat seine Lager an einem Standort in Bleiswijk zusammengefasst. Von diesem Fulfillment-Center aus beliefert der Anbieter von Medizinprodukten Kunden in den Niederlanden und Belgien.

Die Zusammenarbeit zwischen Mediq und KNAPP besteht bereits seit vielen Jahren. Ein wichtiger Meilenstein für die Partner war die Konsolidierungsphase in den Jahren 2017–2018, in der Mediq sechs Lager an einem Standort in Bleiswijk zusammenführte. Von diesem Fulfillment-Center aus beliefert der Anbieter von Medizinprodukten Kunden in den Niederlanden und Belgien. Die größere Kapazität dieses Lagers bildete den Auftakt für eine Automatisierungswelle. Die ersten Schritte zielten auf eine stärker automatisierte Abwicklung von Kleinteilen und die Stückkommissionierung ab. Das Ziel bestand vor allem darin, ein größeres Volumen bewältigen zu können, als dies allein mit manueller Arbeit möglich gewesen wäre. René Wolters, Geschäftsführer bei KNAPP Benelux: “Das war wirklich der Startschuss für mehr Wertschöpfung.”

Sechs Jahre nach der ersten großen Automatisierungswelle folgte ein zweites Projekt. Ziel war es, Mediq in die Lage zu versetzen, seine Kunden noch gezielter zu bedienen. Dazu gehört unter anderem die Lieferung von Artikeln auf Bewohnerebene in Pflegeeinrichtungen und gleichzeitig die Belieferung von Patienten zu Hause in einer Weise, die stark an einen B2C-Service erinnert. Jeroen de Lange, Supply Chain Director bei Mediq: “Unsere Arbeitsweise hat sich seit der Automatisierungswelle wirklich enorm verändert. Während wir früher Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit Paletten und Rollcontainern beliefert haben – basierend auf manuellen Abläufen im Lager, bei denen manchmal bis zu zwanzig Gabelstapler pro Schicht im Einsatz waren –, erledigen wir dies nun mit einem Goods-to-Man-System von KNAPP. Es ist ein Direct-to-Patient-Modell auf Basis der Full-Case-Kommissionierung entstanden. Dabei bestellt eine medizinische Fachkraft Produkte, wir sortieren diese nach Abteilungen oder liefern sie direkt zum Patienten nach Hause. Die Rechnung geht anschließend an die Krankenkasse. Es handelt sich um Bestellungen, die über zwei oder drei Zeilen gehen und einige wenige Artikel enthalten.”

Skalierbarer und flexibler

Im Rahmen der zweiten Automatisierungsrunde wurde unter anderem der Evo Shuttle von KNAPP installiert. Dieser bildet den Dreh- und Angelpunkt in sich wandelnden Prozessen, in denen die Automatisierung zunehmend menschliche Tätigkeiten ersetzt. De Lange: “Das ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Ein System ist weniger fehleranfällig, skalierbar und macht uns weniger abhängig von Zeitarbeitskräften in einer Branche, in der Arbeitskräfte knapp sind. In Wochen mit Feiertagen ist es zudem einfacher, mit Automatisierung Rückstände aufzuholen. Unsere Prozesse sind skalierbar und flexibler.”

Sowohl bei der ersten Automatisierungsphase in den Jahren 2017–2018 als auch bei der zweiten in den Jahren 2023–2024 bildete eine enge Zusammenarbeit zwischen den Partnern die Grundlage. De Lange: “Für uns sind dies große Transformationsprozesse, die sich nicht nur auf die Bereiche Kommissionierung und Großhandel auswirken. Schließlich sind wir auch ein Unternehmen, das über ein Netzwerk von Pflegekräften verfügt, Geräte wartet und eine eigene Apotheke betreibt. Qualität steht bei allem an erster Stelle. KNAPP spielt als Value-Chain-Tech-Partner eine enorm wichtige Rolle. Gemeinsam haben wir einen großen Schritt in Richtung Reife gemacht, Wert geschaffen und arbeiten nun kostengünstiger. Gleichzeitig ist die Effizienz höher, der Betrieb skalierbar und wir können sehr detailliert arbeiten.”

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Jeroen de Lange, Supply-Chain-Direktor bei Mediq: “Unsere Arbeitsweise hat sich seit der Automatisierungswelle wirklich enorm verändert.”
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René Wolters, Geschäftsführer bei KNAPP Benelux: “KNAPP verwaltet die Software – von der SPS bis hin zum WCS selbst – und entwickelt auch die Schnittstellen. Das hat Vorteile in puncto Sicherheit.”

Auswahl auf Abteilungsebene

Der aus zwei Schritten bestehende Automatisierungsprozess ist laut dem Supply-Chain-Direktor sowohl für Mediq als auch für KNAPP eine Herausforderung. “Damit meine ich, dass es ab einem bestimmten Zeitpunkt um mehr geht als nur um die Installation einer zusätzlichen Anlage. Die Komplexität nimmt zu, die Software erfordert Updates, und wir wollten Artikel auf Abteilungs- und Bewohnerebene kommissionieren können. Das war für uns neu, ist aber sicherlich auch für einen Lieferanten nicht Standard. Gemeinsam haben wir herausgefunden, wie die Paletten aussehen müssen. Dass diese Anpassung in der Test- und Go-Live-Phase zu Herausforderungen führte, gehört dazu. Wir sind daher vorsichtig in den Live-Betrieb gegangen, aber nirgendwo hat dies zu Problemen geführt.” KNAPP verwaltet die Software, von der SPS bis zum WCS selbst, und entwickelt auch die Schnittstellen. Wolters: “Das hat Vorteile in puncto Sicherheit, zum Beispiel, weil keine Schnittstellen von Drittanbietern erforderlich sind. Zudem verfügen wir über ein breites Portfolio und damit über die Möglichkeit, die Technologie genau auf die Prozesse der Kunden abzustimmen.” Die Wertschöpfung zieht sich wie ein roter Faden durch die Zusammenarbeit zwischen Mediq und KNAPP. De Lange: “Das hängt natürlich auch mit meiner Rolle zusammen: der Sicherung der Effizienz unseres Unternehmens. Dazu gehört auch, die Supply-Chain-Kosten als Prozentsatz des Umsatzes zu betrachten. Das muss jedes Jahr ein Stück besser werden. Wachstum ist notwendig, um dies zu erreichen. Hier in Bleiswijk gibt es Raum zum Wachsen, auch dank der aktuellen Automatisierung.” Bei der Einführung der zweiten Phase wurde zusätzlich verstärkt auf die Ergonomie der Mitarbeiter geachtet. Das Evo-Shuttle-System liefert Waren genau auf die gewünschte Höhe der Bediener.

‘Es geht um Patienten, nicht um Tüten Chips’

Dennoch gibt es laut De Lange noch einen Aspekt, der wichtiger ist als Effizienz, nämlich die Entlastung des Kunden. “Auswirkungen auf den Kunden, wie zum Beispiel der Ausfall eines Systems, möchte ich auf keinen Fall. Bei uns geht es um die Versorgung von Patienten, nicht um die Lieferung von Chipstüten. Deshalb muss alles stimmen, und die Zuverlässigkeit der KNAPP-Anlage ist von größter Bedeutung. Sowohl wir als auch unser Technologiepartner müssen wissen, wo wir in der Kette stehen, und dies bei der Gestaltung entsprechend berücksichtigen.”

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