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KI macht das Enterprise Mobility Management proaktiv statt reaktiv
Wouter Turpijn, Customer Solutions Architect bei Reverse IT.

KI macht das Enterprise Mobility Management proaktiv statt reaktiv

Probleme mit Apps, ein verlegter Scanner, ein schwacher Akku oder Verbindungsausfälle: Solche scheinbar kleinen Dinge können einen straff geplanten Logistikablauf erheblich stören. In Lagern, Distributionszentren und Liefernetzwerken bilden Scanner, PDAs, Tablets und Handhelds die Verbindung zwischen Mitarbeiter, Auftrag, Bestand und Kunde. Dennoch fehlt oft der vollständige Überblick darüber, was mit dieser mobilen Flotte geschieht. Welche Geräte sind im Einsatz? Welche Softwareversionen sind veraltet? Und entspricht die mobile Flotte den aktuellen gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen? KI ermöglicht es, diese blinden Flecken zu beseitigen und die Geräteverwaltung von reaktivem Handeln hin zu vorausschauendem Handeln zu verlagern. Reverse IT unterstützt Unternehmen dabei mit Mobile Managed Services, Mobile Device Management (MDM) und Beratung rund um Enterprise Mobility.

Wouter Turpijn, Customer Solutions Architect bei Reverse IT, sieht diesen umgekehrten Ansatz im Firmennamen widergespiegelt. “Wir treten nicht mit der Botschaft an Kunden heran: Das ist unser Angebot, treffen Sie einfach eine Auswahl”, sagt er. “Wir erfassen zunächst alle Problembereiche und prüfen dann, welche Lösungen dazu passen.” Manchmal bedeutet dies, dass Reverse IT zunächst eine Plattform zur Datenerfassung einrichtet und darauf anschließend KI-Lösungen anwendet. In anderen Fällen ist bereits eine Plattform vorhanden, und Reverse IT hilft dabei, die KI gezielt daran anzubinden.

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Reverse IT ermittelt zunächst die Problemstellen und sucht anschließend nach der passenden Lösung.

Kontrolle über Geräte

“In der herkömmlichen Situation werden Probleme erst sichtbar, nachdem es zu Verzögerungen bei Prozessen, Ausfällen von Geräten oder Beeinträchtigungen der Arbeit der Mitarbeiter gekommen ist. KI ermöglicht es, proaktiv zu handeln, wodurch sich Störungen aller Art vermeiden lassen.”

KI kann die von Mobilgeräten gesammelten Daten in verwertbare Erkenntnisse umwandeln. “KI ermittelt beispielsweise, welche Geräte tatsächlich genutzt werden, wo Abweichungen auftreten und bei welchen Geräten das Risiko eines Ausfalls besteht”, erklärt Turpijn. “Anschließend kann KI Empfehlungen aussprechen. Das Schöne daran ist, dass dies in verständlicher Sprache geschieht.”

Erhebliche Kosteneinsparungen

Diese Vorgehensweise kann zu erheblichen Kosteneinsparungen führen, erklärt Turpijn. “Man verhindert nicht nur Ausfallzeiten, sondern auch den Verlust des Kundenvertrauens. Zudem verringert man das Risiko von Motivationsproblemen bei den Mitarbeitern, denn schlecht funktionierende Unternehmensanwendungen sind unangenehm zu bedienen. Auch bei der Anschaffung von Geräten kann ein Unternehmen Kosten einsparen. Während man früher vielleicht alle Geräte aufgrund von Leistungsproblemen ausgetauscht hätte, kann KI einem nun mitteilen, dass nur die langsameren Geräte des Modells A erneuert werden müssen, da die neueren Modelle noch einwandfrei funktionieren.”

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“Man verhindert damit nicht nur Betriebsstillstände, sondern auch den Verlust des Kundenvertrauens und Motivationsprobleme bei den Mitarbeitern.”

Praxisbeispiele

Anhand einiger Kundenbeispiele erläutert Turpijn, welche Vorteile eine zentrale Geräteverwaltung und eine gut strukturierte Datenschicht in der Praxis bieten können. “Bei DynaGroup, einem Spezialisten für kundenorientierte Logistikdienstleistungen, haben wir die Geräteverwaltung für deren mobile Geräte modernisiert. Die Onboarding-Zeit sank von fünfzig auf siebzehn Minuten pro Gerät, und die Anzahl der Verwaltungsvorgänge ging von fünfzig auf elf zurück.”

Auch bei Picnic wurden hervorragende Ergebnisse erzielt. “Bei Picnic haben wir SOTI- und Waizu-Verwaltungslösungen für mittlerweile fast neuntausend Android- und Windows-Geräte implementiert. Die neuen Geräte sind nun innerhalb von drei Minuten einsatzbereit, während dies zuvor zwanzig Minuten dauerte. Durch die Vereinfachung, Integration und Automatisierung der täglichen Verwaltungsaufgaben sowie durch die Bereitstellung von Einblicken und Tools für die Betriebsverantwortlichen zur Steuerung von Mitarbeitern und Geräten können sich die Zusteller und Logistikmitarbeiter auf funktionsfähige Geräte mit aktueller Software verlassen.”

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“Bei Picnic sind die neuen Geräte nun in drei Minuten einsatzbereit, während dies früher zwanzig Minuten dauerte.”

Gesetze und Vorschriften

Eine vollständige und zuverlässige Datenschicht stellt sicher, dass die KI über ausreichende Informationen verfügt, um Trends, Compliance-Risiken und Störungen frühzeitig zu erkennen. Dies ist auch im Hinblick auf NIS2, DSGVO und Informationssicherheit von Bedeutung. KI kann technische Gerätedaten innerhalb von Sekunden in verständliche Berichte und konkrete Empfehlungen umwandeln. So lässt sich beispielsweise schneller erkennen, inwieweit die mobile Geräteflotte interne Richtlinien, Sicherheitsanforderungen oder Auditbedingungen erfüllt. Außerdem kann KI dabei helfen, Berichte für Auditoren schneller und konsistenter zu erstellen, ohne dass Administratoren manuell verschiedene Systeme durchforsten müssen. So wandelt sich die Compliance von einer zeitaufwändigen Momentaufnahme zu einem kontinuierlichen Prozess aus Einblick, Kontrolle und gezielter Verbesserung.

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