Eine lückenlose Transparenz in der Logistikkette trägt dazu bei, Kosten zu senken, Kapazitäten zu optimieren und den CO₂-Ausstoß zu reduzieren
In der Logistikbranche stehen Unternehmen unter zunehmendem Druck, effizienter, nachhaltiger und kostengünstiger zu arbeiten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Lieferzuverlässigkeit, Bestandsverfügbarkeit und Transparenz in der Lieferkette weiter an. Für Unternehmen, die mit wiederverwendbaren Transportverpackungen und Ladungsträgern arbeiten, stellt vor allem die Verwaltung dieser Betriebsmittel eine große Herausforderung dar.
Das gilt auch für Recalo, einen Spezialisten für das Pooling von Mehrwegtransportbehältern (RTIs). Das Unternehmen verwaltet mehr als 90.000 wiederverwendbare Ladungsträger, die kontinuierlich zwischen Herstellern, Logistikdienstleistern und Endnutzern zirkulieren. Um Kunden stets mit ausreichenden Transportmitteln versorgen zu können, ist ein Überblick über den Standort und die Verfügbarkeit jedes einzelnen Ladungsträgers unerlässlich.

Viele Unternehmen haben mit unzureichender Transparenz hinsichtlich ihrer im Umlauf befindlichen Transportmittel zu kämpfen. Die Folge sind verlorengegangene Vermögenswerte, höhere Sicherheitsbestände, ineffiziente Rücklaufströme und unnötige Transportbewegungen. Zudem wird viel Betriebskapital in einem Überschuss an Ladungsträgern gebunden, um Nachfragespitzen abzufangen.
Für Recalo war klar, dass eine manuelle Erfassung oder eine ausschließlich auf Barcodes basierende Lösung nicht ausreichen würde. Große Mengen an RTI-Daten müssen gleichzeitig verarbeitet und in Echtzeit erfasst werden können.
“Die wichtigsten Kriterien für uns waren eine hohe Datenqualität, eine schnelle Massenregistrierung und die Möglichkeit, Prozesse zu automatisieren”, erklärt Daniel van der Vorst, Geschäftsführer von Recalo. ”Wenn Hunderte von Ladungsträgern gleichzeitig versendet werden, ist das mit Barcodes allein praktisch nicht umsetzbar.”

Um eine lückenlose Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, hat Turck Vilant Systems eine RFID-basierte Track-&-Trace-Lösung implementiert. Jedes RTI wurde mit einem Hybrid-Etikett versehen, das sowohl einen Barcode als auch einen RFID-Tag enthält. RFID-Lesegeräte erfassen automatisch ganze Ladungen, wenn diese das Lager betreten oder verlassen.
Die Lösung ist in das ERP-System von Recalo integriert, wodurch ein kontinuierlicher Überblick über Standort, Status und Verfügbarkeit aller Ladungsträger besteht. Dadurch kann das Unternehmen Engpässe frühzeitig erkennen, Rücksendeströme optimieren und den Kunden stets eine ausreichende Anzahl an RTI-Behältern zur Verfügung stellen. Laut Van der Vorst lag genau darin die Stärke der Zusammenarbeit mit Turck Vilant Systems. “Ich habe sofort gemerkt, dass Turck Vilant unsere Prozesse und Herausforderungen verstanden hat. Wir suchten nicht nur nach Technologie, sondern nach einem Partner, der Einblick in unsere logistische Realität und unsere internationalen Wachstumspläne hatte.”

Ein besonderer Vorteil dieser Lösung ist die Optimierung der Lkw-Beladung. Das System berechnet, wie hoch die Ladungsträger gestapelt werden müssen, um den verfügbaren Laderaum optimal auszunutzen. Dadurch kann die gleiche Menge an Gütern mit weniger Fahrten transportiert werden.
Zudem verläuft der Be- und Entladevorgang deutlich schneller. Ganze Stapel von Ladungsträgern werden in einem einzigen Arbeitsgang über RFID-Lesegeräte erfasst, wodurch Fehler reduziert werden und die betriebliche Effizienz steigt. Bei Recalo kann ein voller Lkw dadurch in weniger als einer halben Stunde beladen werden.

Neben Kosteneinsparungen bietet die Lösung auch deutliche Vorteile im Bereich der Nachhaltigkeit. Das Pooling-Konzept sorgt dafür, dass Transportmittel kontinuierlich wiederverwendet werden, während eine optimale Fahrzeugauslastung zu weniger Transportfahrten und einem geringeren Kraftstoffverbrauch führt. Die wiederverwendbaren RTI-Kunststoffbehälter haben zudem eine lange Lebensdauer und sind mit austauschbaren Verschleißteilen ausgestattet, wodurch ein kompletter Austausch seltener erforderlich ist.
“Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells”, sagt Van der Vorst. ”Unser Ziel ist es, mit möglichst geringem Ressourceneinsatz die bestmöglichen Logistikdienstleistungen anzubieten. Dank der Kombination aus Pooling, intelligenter Logistikplanung und Echtzeit-Tracking können wir unseren Kunden dabei helfen, ihren CO₂-Fußabdruck tatsächlich zu verringern.”

Dank der RFID-Lösung von Turck Vilant Systems hat Recalo heute die vollständige Kontrolle über seinen internationalen RTI-Pool. Das Ergebnis ist eine Kombination aus geringeren Betriebskosten, maximaler Verfügbarkeit von Ladungsträgern, höherer Transporteffizienz und nachweislich geringeren CO₂-Emissionen. Ein Praxisbeispiel, bei dem die Digitalisierung unmittelbar sowohl zur wirtschaftlichen als auch zur nachhaltigen Logistikleistung beiträgt.
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