Schwerpunkt auf nachhaltiger Stadtlogistik und Industrie
Der Hafen von Brüssel setzt weiterhin voll und ganz auf nachhaltige Stadtlogistik und wirtschaftliche Entwicklung. Ein Jahr, nachdem zwei große Lagerhallen im TIR-Zentrum auf den Markt gekommen sind, wächst das Interesse von Logistik- und Industrieunternehmen. Gleichzeitig nimmt der Hafen einen immer prominenteren Platz in der Brüsseler Wirtschaftsstrategie ein. Laut Luc Donck, Teamleiter Business Development, und Anthony Callens, Teamleiter Strategie, bestätigt dies die Schlüsselrolle, die der Hafen für die Zukunft der Region Brüssel-Hauptstadt spielt.
Die beiden Logistikflächen, die der Hafen von Brüssel im Jahr 2025 auf den Markt gebracht hat, sind auch heute noch verfügbar. Es handelt sich um ein 4.560 m² großes Lager mit acht Laderampen und eine zweite, vollständig unterteilbare Fläche von 6.600 m², die sich auf zwei Ebenen verteilt; beide befinden sich im TIR-Zentrum in der Nähe von Thurn & Taxis.
“Diese Gebäude bieten nach wie vor eine einzigartige Chance für Unternehmen, die ihre Aktivitäten in Brüssel ausbauen möchten”, sagt Luc Donck. “Wir suchen Kandidaten, die ein langfristiges Projekt mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren vorlegen können. Gleichzeitig haben wir bereits befristete Verträge für Teile der verfügbaren Flächen abgeschlossen, damit die Standorte weiterhin genutzt werden.”
Laut Donck investiert der Hafen weiterhin in die Sichtbarkeit seines Angebots. “Unsere Lage ist nach wie vor einer unserer größten Trümpfe. Vom TIR-Zentrum aus ist man in wenigen Minuten im Stadtzentrum, während Unternehmen gleichzeitig von einer anerkannten Logistikzone mit hervorragender Anbindung an den Brüsseler Ring, die Bahn und die Wasserstraße profitieren.”
Während die verfügbaren Flächen zunächst vor allem für Logistikunternehmen interessant schienen, rücken heute auch andere Branchen deutlich in den Fokus.
“Wir erhalten immer häufiger Vorschläge von Industrieunternehmen”, erklärt Donck. “Dabei handelt es sich nicht unbedingt um klassische Produktionsbetriebe, sondern beispielsweise um Unternehmen, die im Bereich Recycling oder in der Kreislaufwirtschaft tätig sind. Solche Aktivitäten passen perfekt zu unserem Ziel, nachhaltige Wirtschaftsprojekte anzuziehen.”
Die wirtschaftliche Lage trägt dazu bei. “Wir stellen fest, dass es derzeit einfacher ist, Interessenten zu finden als noch vor einigen Jahren. Das spiegelt sich auch in der Auslastung unserer Standorte wider. Im TIR-Zentrum durften wir in den vergangenen zwölf Monaten 24 neue Kunden begrüßen.”

Laut Anthony Callens sind die beiden Lagerhäuser nach wie vor besonders interessant für Unternehmen, die auf die innerstädtische Distribution setzen.
“Die Nachfrage nach effizienten Last-Mile-Lösungen steigt weiter”, sagt er. “Unsere Standorte sind ideal für Logistik- und Transportunternehmen, die Brüssel mit Elektrofahrzeugen oder anderen emissionsarmen Transportmitteln beliefern. Die Kombination aus Wasser, Schiene und Straße macht unsere Standorte einzigartig. Gleichzeitig begrüßen wir weiterhin Aktivitäten, die zusätzlichen wirtschaftlichen Mehrwert schaffen und zur Reindustrialisierung Brüssels beitragen.[SI1] [SG2]”
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Weiterentwicklung von Schaarbeek-Vorming. “Dieses Gebiet verfügt über außergewöhnliche multimodale Vorteile. Wir sehen dort Chancen für neue Logistik-, Industrie- und Kreislaufwirtschaftsprojekte, die die Verbindung zwischen Schiene, Wasser und Straßenverkehr optimal nutzen.”
Die Brüsseler Regierung erkennt diese Rolle immer deutlicher an. In der neuen Regierungserklärung wird der Hafen von Brüssel mehrfach als strategischer Partner für die wirtschaftliche Entwicklung der Region genannt.
“Das ist eine sehr positive Entwicklung”, sagt Callens. “Das Ziel, Brüssel wieder zu einem stärkeren Industriestandort zu machen, passt perfekt zu unserer eigenen Vision. Als Hafen können wir privaten Investoren und Unternehmen dabei helfen, sich hier nachhaltig zu entwickeln.”
Auch der Vorschlag, das Hafengebiet und das ehemalige Audi-Brussels-Gelände als mögliche Freihandelszone zu prüfen, bietet seiner Meinung nach interessante Perspektiven. “Die konkrete Ausgestaltung muss noch ausgearbeitet werden, aber solche Initiativen können ausländische Investitionen anziehen und neue wirtschaftliche Aktivitäten ankurbeln.”