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Zweite Hand als erste Wahl: Die Shuttle-Anlage von BMS

Gebrauchtes als erste Wahl: das Shuttle-System von BMS 

Sechsundsechzig Lastwagen voller Stahl und Kabel auf dem Weg von einem verlassenen Lagerhaus bei Venedig nach Evergem in der Nähe von Gent. Für viele schien es ein riskantes Abenteuer zu sein, aber für BMS war es die Chance, ihrer Logistik eine neue Zukunft zu geben, und für E'Log eine großartige Gelegenheit, ihr handwerkliches Können unter Beweis zu stellen. “Wir werden das schon hinkriegen”, klang das Team entschlossen. 

Was mit einer gebrauchten Installation und einigen Fragezeichen begann, entwickelte sich zu einer stabilen, skalierbaren und effizienten ASRS-Lösung. Kein Prestigeprojekt, aber ein System, das sehr gut tut, was es tun soll. Und das dank der engen und transparenten Zusammenarbeit zwischen BMS und E'Log. 

Gemeinsam auf der Suche nach effizienteren Logistikströmen 

BMS ist ein schnell wachsendes Logistikunternehmen. Das Lager läuft jeden Tag auf Hochtouren mit Elektronik für Einzelhändler wie Expert, Selexion, Exellent, Hubo und Carrefour sowie für Webshops wie Bol.com und Art&Craft. Dazu gehören zunehmend auch die Retourenlogistik, Reparaturen und sogar das Refurbishing. 

Diese zunehmende Vielfalt erfordert Flexibilität, aber auch Schnelligkeit und Effizienz. Mehr Tempo beim Kommissionieren und Verpacken, ohne zusätzliche Mitarbeiter und ohne Millionenbudget. Als sich die Gelegenheit bot, ein überholtes Shuttle-System aus Italien zu übernehmen, entschied sich Geschäftsführer Pieter Janssens: “Wir haben uns voller Vertrauen für diesen Weg entschieden. E'Log strahlt einfach aus, dass sie es schaffen können. Kombiniert man das mit einem Budget, das kaum ein Drittel dessen beträgt, was man in einen Neubau investieren würde, dann weiß man: Wir machen es.” 

Von der stillgelegten Fabrik zur straff organisierten Kommissionierzone 

Die Anlage war beeindruckend: 86 Meter lang, 7 Meter breit, 7 Meter hoch. Einst das schlagende Herz einer italienischen Elektrokette, jetzt demontiert, transportiert und in Evergem wieder aufgebaut. 

Dort wurde der Anlage ein zweites Leben geschenkt. Es wurde mit einer neuen Förderstrecke verbunden, mit Pick-to-Light-Arbeitsplätzen ausgestattet und in einen völlig neuen Verpackungsfluss integriert. Das Ergebnis: eine straff organisierte Kommissionierzone. Kein Overengineering, kein teurer Schnickschnack. Einfach das tun, was nötig ist. 

Technische Herausforderungen, pragmatische Lösungen 

Eine gebrauchte Anlage klingt zwar billiger, bringt aber eigene Herausforderungen mit sich. Die belgischen Brandschutznormen waren strenger als in Italien. Ein Netzwerkschrank ging sogar während des Transports verloren. Und bei der Anbindung des Shuttles an das WMS kam es zu Verzögerungen bei der Planung. 

“Die Zusammenarbeit mit E'Log war sehr intensiv”, sagt Pieter. “Unsere Teams saßen wöchentlich zusammen. Alles war offen und transparent. Natürlich gab es schwierige Momente, aber E'Log hat sich zusammengerissen und nicht aufgegeben. Genau aus diesem Grund gebe ich ihnen immer noch eine große 8 von 10 Punkten.” 

Schnellere, genauere und nachhaltigere Auftragsabwicklung 

Heute ist der Unterschied deutlich spürbar. Das System ist in der Lage, 720 Behälter pro Stunde zu verarbeiten, die von 32.000 Stellen zugeführt werden. Wo früher alles manuell erledigt wurde, geht die Kommissionierung jetzt schneller, mit weniger Fehlern und weniger Verpackungsmaterial. 

“Wir können mit der Auftragsbearbeitung länger warten und unseren Redaktionsschluss nach hinten verschieben”, sagt Pieter. “Das gibt unseren Kunden mehr Flexibilität und uns mehr Schlagkraft. Vor allem in Zeiten mit hohem Auftragsaufkommen, wie dem Black Friday oder der Weihnachtszeit, ist das ein besonders großer Vorteil.” 

Und die Zukunft? Das System läuft im Moment mit halber Kapazität. Es gibt also noch viel Spielraum für eine Erweiterung. 

Die Lektion: Zweite Hand ist nicht zweite Wahl 

Für BMS ist diese Anlage mehr als nur eine Technologie. Sie ist ein Hebel für Wachstum und Vertrauen. Automatisierung muss nicht Millionen kosten und man muss nicht immer bei Null anfangen. 

Was Sie brauchen, ist ein Partner, der zuhört, mitdenkt und mitmacht. Kein Verkäufer, sondern ein Wegbegleiter, der Ihnen zur Seite steht, auch wenn es technisch spannend wird. 

Dieses Projekt zeigt, dass Second Hand keine zweite Wahl ist. Intelligente Automatisierung bedeutet vor allem, den gesunden Menschenverstand einzusetzen. 

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